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Pilgerbericht Weg Nr. 20: Jakobsweg Tillyschanz – Rothenburg

Wegbeschreibung und GPS-Tracks

Elfriede S. – Prag bis Hostoun – Juni 2011, alleine unterwegs

Hallo Herr Bahmüller,
ich hatte sehr viele schöne Erlebnisse, aber es war schon grenzwertig, den Weg allein zu gehen. Die Quartiere hatte ich – soweit es möglich war – vorgebucht und Ihr Buch war dafür sehr hilfreich. Auch die Wegbeschreibungen haben mir sehr oft geholfen, denn es passiert immer wieder, dass man ein Zeichen übersieht oder falsch versteht. Generell war die Beschilderung sehr gut und die Schwachstellen hatten Sie ja in Ihrem Buch sehr gut beschrieben. Das Wetter war gemischt, ich bin zwar nicht viel im Regen gelaufen, aber es hat jeden Tag irgendwie geregnet, mal auch heftig über Nacht und die Wege waren sehr sehr matschig. Vor allem die Wiesen waren wie Schwämme und ich bin einige Wege anders gegangen. Die liebliche Berounka war ein beigebrauner Fluss mit hohem Wasserstand! Die Landschaften sind teilweise so unberührt, wie man es in Deutschland nicht mehr findet, und ich war wirklich begeistert. Die Menschen waren mal so, mal so, wie halt überall, aber die fehlenden Sprachkenntnisse meinerseits stellten halt eine Barriere dar. Und ich fühlte mich teilweise sehr alleine, obwohl ich bisher alle meine Jakobswege alleine gegangen bin.

Die Übernachtungssituation und das Wetter haben es mir dann leicht gemacht, einige Strecken abzukürzen. Ich bin aus Zeitgründen auf dem Weg von Zvikovec nach Kralovice die Strecke von Bucek bis Kralovice per Anhalter gefahren (ein netter Slowake, der deutsch sprach und seine beiden Kinder dabei hatte), da ich in Kralovice noch die deutsch sprechende Angestellte der Tourist Info treffen wollte, um die Übernachtung in Tremosna zu besprechen. Das war auch sehr gut, denn das Hotel in Tremosna hat inzwischen geschlossen und zum Zeitpunkt meiner Wanderung keinen Restaurantbetrieb mehr – es liegt im Wald!! Das nun wiederum war der Grund, dass ich von Kralovice nur bis Plasy gegangen bin, dort das Kloster besucht, in der Pension Rudolf II übernachtet habe und mit dem Bus bis Horni Briza gefahren bin.

Auf der nächsten Etappe von Horni Briza nach Plesnice musste ich feststellen, dass es die Brücke über die Mies bei Buben nicht mehr gibt, sie wurde im Februar weggespült und noch nicht erneuert. Das bedeutete einen Umweg von ca. 5-6 km (ich hatte kopierte Kartenausschnitte dabei). Am darauffolgenden Tag sollte es den ganzen Tag regnen, also fuhr ich mit dem Zug nach Stribro. Ich konnte in Kladruby im voraus keine Übernachtung buchen. Die mir von der Gemeinde genannten "Hotels" haben mir auf meine E-Mails nicht geantwortet und die Tel.-Nr. waren nicht korrekt. Ich bin dann von Stribro nach Kladruby und zurück gelaufen, habe die Jakobskirche besucht und auch das Kloster (es war ein Sonntag und montags wäre es geschlossen gewesen, auch ein Grund für meine Zugfahrt). Da die Strecke von Stribro bis Stitary zu lang war, habe ich mich in Prostibor von Herrn Horal abholen lassen. Und von Stitary nach Hostoun hat mich Herr Horal morgens mitgenommen.

Sie sehen, ich habe ein wenig "geschummelt", aber die Situationen waren eben entsprechend, und ich war froh, als ich in Eslarn angekommen war, wo ich den Weg beendet habe. Ich war 11 Tage unterwegs, da ich die Etappe Radotin – Beroun geteilt habe, sonst habe ich mich an Ihre Vorgaben gehalten.

Ich habe jedoch vor, dort zu einem anderen Zeitpunkt zu starten und dann über Nürnberg nach Rothenburg zu laufen.

Vielen Dank nochmals für Ihre Hilfe.
Elfriede S.

Anmerkung: Den Pilgerführer "Jakobsweg in Tschechien: Prag - Tillyschanz / Eslarn" können Sie im Online-Shop bestellen.

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